Auf den ersten Blick erschien mir mein Juni nicht besonders ereignisreich gewesen zu sein. Aber manche Dinge gähren erst eine Weile dezent im Untergrund, bis sie zum Vorschein kommen. So empfinde ich es nun im Rückblick auf diesen Monat und bin gespannt, wann was zur Oberfläche durchbricht. Ich erlebe es ohnehin eher selten, dass exakt zum Monatsende etwas fertig ist. Vielmehr befinde ich mich dauerhaft auf einer Reise und der „work in progress“ ist der Normalzustand, auf den ich im Folgenden zurückblicke.
Ein 5. Geburtstag inspiriert
Der Monat begann für mich mit einem Event, auf welches ich mich schon lange gefreut hatte, dem 5. Geburtstag der BusinessMoms, meinem Lieblings-Netzwerk in Hamburg. Die BusinessMoms begleiten mich bereits seit 4 Jahren. Sie haben mich, sowohl in Form von einzelnen Mitgliedern als auch als Kollektiv, immer wieder aufgefangen, bereichert und vorangebracht.
Beinahe hätte ich nicht gehen können, weil mein Kind den Monat mit zweiwöchiger Krankheitsphase begann, aber zum Glück war es weder das böse C noch so ernst, dass es eine Zumutung für Kind oder Babysitter gewesen wäre. Bereits beim Betreten der Eventlocation gab es große Freude, denn ich traf sogleich auf Gretel. Wir kennen einander mittlerweile seit über einem halben Jahr, weil ich bei ihr in der Mastermind Smash it bin. Allerdings bisher nur durch das berühmte kleine Zoom-Rechteck. Den Abend mit einer echten Umarmung mit jemandem zu starten, der mit mir im vergangenen halben Jahr durch viele Höhen und Tiefen ging, war besonders.
Und genau so ging es weiter, viele schon länger auch live bekannte aber auch einige neue Gesichter, Wiedersehen live und in Farbe nach teils zweieinhalbjähriger Pause, unglaublich viele schöne Gespräche und herzhafte Lachattacken – der Abend tankte mein Herz auf.
Irgendwann stand ich in einer kleinen Gruppe zusammen und wir kamen via „Was machst Du denn eigentlich“ über Beckenboden zu Rückenschmerzen. Das lange Stehen auf der Party forderte schon seinen Tribut. Nach wenigen Minuten war ich voll in meinem Element, mit Händen und Füßen erklärend. Ein paar weitere Minuten vergingen und ich hatte meinen Gürtel aus der Hose gezogen, einen meiner Schuhe in der Hand und erklärte weiter leidenschaftlich mit Hilfe der improvisierten Requisiten. Genau diese Unterhaltung gab mir Inspiration für den Workshop Rücken-Glück, den ich in den folgenden Tagen konzipierte und nun im Juli halten werde.
Blog wirkt
Noch Ende Mai hatte ich bei der BoomBoomBlog Challenge von Judith „Sympatexter“ Peters teilgenommen und Blut geleckt. So war die logische Konsequenz, im Juni bei ihrem 9-Wochen-Kurs The Blog Bang einzusteigen und endlich mit dem Bloggen loszulegen. Den Gedanken daran hatte ich schon länger und mir das Ganze eigentlich für die Zeit nach den Sommerferien vorgenommen. Aber natürlich geht das alles so viel einfacher mit Anleitung, Ratschlägen und technischer Hilfestellung. Wir sind jetzt bereits in Woche vier und auch wenn ich noch sicherlich nicht ganz die Routine habe, die ich gerne hätte, merke ich doch, dass ich auf dem richtigen Wege bin.
Der Prozess des Schreibens hilft mir beim Denken, obwohl vieles bei mir als Sprechdenker eher mündlich entsteht. Aber die Auseinandersetzung mit dem Gedachten, wenn ich das Diktierte in leserliche Worte verwandle, hilft mir gerade weit über das reine Bloggen und damit direkt verbundene Effekte hinaus. Noch kämpfe ich immer wieder mit meinen Glaubenssätzen, zum Beispiel „Schreiben ist nicht so meins.“ oder „Ich brauch ewig, um einen guten Text zu erstellen.“. Aber die Gemeinschaft, der Schwung der Community und der Austausch mit anderen helfen mir dabei (Danke, Djuke ❤!), einfach trotzdem zu schreiben. Mit Ängsten. Just do it scared. Einfach mal machen.
Ich stelle dabei gerade vieles über mich fest, nicht immer Neues, manchmal nur Verschüttetes, und ich kann auch noch gar nicht beschreiben, was genau. Aber ich bin neugierig auf mehr und auf welche Weise ich mich selbst in den nächsten Wochen und Monaten damit noch so überraschen werde.
Vertrauen und Bestätigung
Einer der Gründe, warum ich mich mit dem Schreiben so schwertue, ist ja auch mein lieber Freund das Imposter-Syndrom. Diese teils panische Angst davor aufzufliegen, eigentlich doch gar keine Ahnung zu haben. Gepaart mit dem Perfektionismus, den ich zwar immer häufiger zügeln, aber bei weitem noch nicht ganz ablegen kann, lähmt mich beides immer wieder.
Positive Rückmeldung, Bestätigung und Vertrauen von Menschen, die ich schätze, helfen mir sehr auf meinem Weg, mir und meinen Fähigkeiten selbst mehr zu vertrauen. Natürlich wäre es schöner, wenn ich dafür nicht auf Feedback von außen angewiesen wäre. Aber auch da befinde ich mich auf einer Reise, deren Wege manchmal steiler und manchmal flacher sind.
Da ich gerade in letzter Zeit mal wieder eine Etappe mit unwegsamerem Gelände erwischt hatte, war es umso angenehmer, in diesem Monat gleich drei Mal entsprechend unterstützende Reise-Begleitung auf dem Weg zu mehr Selbstsicherheit zu erfahren:
Ich durfte erneut meine Kollegin Regina in ihrem regelmäßigen Sonntagstraining vertreten. Wir widmeten uns der Beckenbeweglichkeit und dem Hüftbeuger und trotz großer Hitze (außer bei mir), waren die Teilnehmerinnen hinterher sehr zufrieden.
Bei Bettina durfte ich mich mit einem sehr persönlichen Gastbeitrag austoben und ging ein bisschen auf Reise in meine Vergangenheit. Tatsächlich wusste ich vor Beginn des Schreibens nicht so genau, wohin mich der Text führen würde. Aber ich ließ mich darauf ein und habe ein paar Erkenntnisse für mich aufdecken können, die mir bis dahin so bewusst dann doch nicht waren.
Was empfundene Leichtigkeit mit Kampf und Erwachsenwerden mit sportlicher Betätigung zu tun haben, kannst Du im ersten Teil hier nachlesen. Im zweiten Teil nächste Woche liest Du dann, wie ich mit einem simplen aber mind-blowing Perspektivwechsel ein neues Körpergefühl gewann und schlussendlich von der Last zur Leichtigkeit fand.
Und meine 1-1 Kundin schickte mir ohne jegliche Nachfrage meinerseits ein ganz wunderbares Feedback über die Erfolge, die sie in unserer bisherigen Zusammenarbeit erfahren hat.
Solche Nachrichten machen mich unglaublich glücklich. Ich liebe es, wenn meine Kundinnen Erfolgserlebnisse und AHA-Momente haben und beginnen, ihren Körper besser zu verstehen.
Was ich im Juni 2022 gebloggt habe
- Eigentlich noch im Mai, aber nur knapp und vor allem den für mich so wichtigen Einstieg ins Bloggen brachte: Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur etwas anderen Beckenbodentrainerin
- Gefolgt von einem erklärenden Artikel, in dem ich darauf einging, worauf meine Arbeit basiert: Was ist Core-Training und welche Rolle spielt es für den Beckenboden?
- In 12 von 12 im Juni 2022 – faul-geschäftiger Familiensonntag bekommst Du einen kleinen Einblick in meinen Tag am 12. des Monats.
- Mit Meine 5 besten Tipps für Deinen Einstieg in ein nachhaltig wirkendes Beckenboden-Training legte ich quasi einen einleitenden Grundstein für viele weitere Artikel, in denen ich zukünftig auf die einzeln genannten Tipps ausführlicher eingehen werde.
Ausblick auf den Juli 2022
Der Juli wird noch relativ zu Beginn für mich mit dem Workshop ein großes Highlight haben und dann für die restliche Zeit eher ruhig verlaufen. Die Kita hat für drei Wochen geschlossen und ich werde mich überwiegend der Care-Arbeit widmen.
Aber bevor es ruhig wird, freue ich mich wahnsinnig darauf, Rücken-Glück am 12. Juli von 12 bis 14 Uhr via Zoom zu halten.
Es gibt nur wenige Plätze, weil jede Teilnehmerin auch die Gelegenheit für einen individuellen 1:1 Termin mit mir haben wird, der innerhalb von 6 Wochen nach dem Workshop wahrgenommen werden kann.
Der Workshop selbst wird interaktiv gestaltet sein. Du lernst erst, welche Ursachen Rückenschmerzen beim langen Stehen haben können und wie Du feststellst, welche davon auf Dich zutreffen. Dann zeige ich Dir noch fünf alltagstaugliche Übungen, die Dir dabei helfen können, genau diese Rückenschmerzen langfristig und nachhaltig in den Griff zu bekommen.
Wenn Du auch Schmerzen im unteren Rücken hast, wenn Du länger stehst, Dich z.B. auch häufig ans Waschbecken oder beim Kochen an den Küchentresen anlehnst, weil Du das Gefühl hast, so Deinen Rücken zu entlasten, dann solltest Du Dir Rücken-Glück auf keinen Fall entgehen lassen.
Der Preis von 257 EUR (brutto) für den Workshop beinhaltet den 1:1 Termin, in dem wir ganz individuell und unter vier Augen auf Deine Situation und Beschwerden eingehen können.
Wenn Du dabei sein willst, dann schick mir einfach eine E-Mail unter info@aimeeriecke.de – ich freu mich darauf, von Dir zu hören!
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